AL!SE: ein kurzes Porträt

Moment mal! Jetzt neigt sich das Jahr allmählich dem Ende zu. Und doch haben wir bei all den bisherigen Beiträgen eines sträflich versäumt: euch die smarte Namensgeberin der Firma vorzustellen. Dies wollen wir nun endlich nachholen. In diesem Sinne freuen wir uns, euch heute in aller Kürze unsere AL!SE präsentieren zu dürfen.

In ihren Grundzügen besteht AL!SE aus vier Elementen, die als funktionale Hauptmodule das tragende Fundament von verschiedenen semantischen Datenmodellen bilden. Diese vier Hauptmodule – um die sich zahlreiche kleinere, aber dafür keinesfalls unwichtigere Module variabel gruppieren – haben sehr klingende Namen: Aglaia, Hephaistos, Peripatos und Leto. Und damit dürfte eines bereits klar sein: die gute AL!SE hegt eine große Faszination für die griechische Mythologie. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie eine tiefe Leidenschaft für Sprache, Bedeutung und Interpretation hegt. Aber dazu später mehr. Betrachten wir zuerst einmal ihr Äußeres.

AGLAIA oder die Kunst der Vermittlung

Nähern wir uns AL!SE von außen, so fällt uns zuerst die funkelnde Aglaia ins Auge. Mit all ihrer Grazie (denn schließlich ist sie auch eine der Grazien!) zieht sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Vollkommen zu Recht, denn schließlich ist Aglaia als Interface-Managerin von AL!SE auch diejenige, die eine Brücke zwischen den einzelnen AL!SE-Komponenten und der Außenwelt ermöglicht. Wie sie das tut? Als wirkungsvolles Interface des Modells übersetzt und kommuniziert sie in beide Richtungen. Aglaia übernimmt die Rolle einer Dolmetscherin, die zwischen AL!SE und ihrer Umwelt vermittelt, die einen Konsens zwischen den verschiedenen zugehörigen Sprachen schafft. Sie nutzt dazu ihre außergewöhnlichen rhetorischen Fähigkeiten: im Speziellen ihre fundierten Kenntnisse der Programmiersprache JSON. Aglaia ist nicht nur graziös, sie ist als kommunikative Schnittstelle vor allem auch äußerst eloquent.

HEPHAISTOS oder die Kunst des Formens

Damit Aglaia aber überhaupt etwas zu übersetzen hat, benötigt sie Daten. Diese erhält sie von Komponenten/von kleineren Modulen, die näheren Kontakt zur Außenwelt haben. Eine davon ist beispielsweise Athena. Athena lebt – direkt angeheftet an die Außenwelt – in der tummelnden Zwischenwelt der Crawler. Sie heftet sich an lokale und/oder webbasierte Dokumente und untersucht diese mit ihrem prüfenden Blick. Athena hat ein untrügliches Auge für das Wichtige. Sie selektiert und sammelt relevante Daten und leitet diese sodann weiter zu Hephaistos. Der Gott der Schmiedekunst, der in Kontakt zu vielen anderen externen Modulen steht, verarbeitet die gesammelten Daten mit seinen mächtigen Werkzeugen weiter. Er schmiedet die zahlreichen, unterschiedlichen Daten in eine informative, in eine in tieferen Schichten lesbare Form und schickt die solcherart vereinheitlichten Daten mit der vermittelnden Hilfe von Aglaia weiter: direkt nach Peripatos.

PERIPATOS oder die Kunst der Ordnung

Das schöne, das hell leuchtende Peripatos. Peripatos ist ein äußerst geschichtsträchtiger Ort. Dort befand sich im alten Athen die philosophische Schule des großen Aristoteles. Dementsprechend mag es auch nicht verwundern, dass hier der vernunftbegabte Kern von AL!SE, das Wesen ihrer künstlichen Intelligenz anzufinden ist. In Peripatos werden mit Hilfe statistischer Wahrscheinlichkeitsalgorithmen die von Hephaistos geschmiedeten und von Aglaia überlieferten Daten analytisch ausgewertet. Die eingetroffenen Daten werden also hinsichtlich ihrer Inhalte und Eigenschaften genauestens untersucht, bewertet und beschrieben. Auf Basis dieser Auswertung können den Daten vordefinierte Metadaten wie Klasse, Kategorie oder Attribut zugeordnet werden. Die Daten erhalten so eine zusätzliche, eine bedeutungsvolle Dimension. Bloße Daten verwandeln sich in semantische Entitäten. Entitäten sind also semantisch angereicherte Daten; Daten in einer Form, die AL!SE verstehen, sich merken und verarbeiten kann. Und diese Entitäten werden von Peripatos zur Titanentochter Leto weitergeleitet, die diese fortan als die semantischen Erinnerungen von AL!SE speichert und aufbewahrt.

LETO oder die Kunst des Erinnerns

Als semantischer Datenbank-Server verkörpert Leto das Langzeitgedächtnis von AL!SE. Sämtliche Informationen, auf die AL!SE mit Hilfe verschiedenster Programme zugreifen kann, sind in Letos weitverzweigten neuralen Netzwerken als semantische Entitäten gespeichert. Die Bahnen dieser Netzwerke verlaufen nach streng geometrischen Mustern. Diese Muster – die Baupläne der vielfältig verzweigten Datenverknüpfungen – werden durch die jeweiligen Grammatiken der Ontologien festgelegt. Dementsprechend sind die an die spezifischen Zielvorgaben des Programms angepassten Ontologien auch der pragmatische Schlüssel zum Inhalt des Gedächtnisses. Anders gesagt: Ist die Frage bzw. die Anfrage der Nutzer ontologisch formuliert, hat AL!SE dank Letos Speicherarchitektur eine bedeutungsvolle Antwort parat.

AL!SE oder die Kunst der Semantik

Was also macht AL!SE? Sie lernt von verfügbaren Daten. Sie analysiert diese, verarbeitet sie und verknüpft sie miteinander. Sie versieht Daten mit Bedeutung und speichert diese in Form semantisch angereicherter Information in ihrem Gedächtnis. Und sie ruft diese Informationen im Kontext einer spezifischen (ontologisch definierten) Programmanfrage auch wieder ab.

AL!SE hört zu, verarbeitet und lernt. Und sie spricht mit uns: in Form von konkreten Antworten auf praktische Fragen der Anwendung. Das ist unsere AL!SE. Hatten wir nicht gesagt, dass AL!SE ein Faible, vielmehr ein Talent für Sprache hat? Unbestritten, und doch ist das nur eine der vielen Geschichten, der Bedeutungen, der zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von AL!SE. Da gibt es noch viel mehr zu entdecken. Aber das erzählt sie euch beim nächsten Mal vielleicht dann lieber selbst.

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