Events: ein semantisches Kinderspiel

Bisher haben wir uns in diesem Blog hauptsächlich der theoretischen Dimension semantischer Konzepte gewidmet. Heute wollen wir diese Perspektive erweitern: um die pragmatische Dimension der Anwendung. Wir fragen uns also, worin der praxisorientierte Nutzen semantischer Applikationen bestehen kann. Bzw. bei welchen Tätigkeiten und/oder Situationen sie uns faktisch den Arbeitsalltag erleichtern? Eine berechtigte Frage, denn schließlich ist der Mehrwert der konkreten Anwendung der Maßstab, an dem sich jede technische Entwicklung messen lassen muss.

Event: die Herausforderung

Ein naheliegendes Anwendungsgebiet für semantische Applikationen findet sich etwa im professionellen Veranstaltungsbereich. Sowohl Planung, Kommunikation als auch Ablaufgestaltung von Veranstaltungen (digital sowie vor Ort) können mit semantisch konzipierten Anwendungen einfach und effizient durchgeführt werden. Warum? Weil sich große Veranstaltungen in semantischer Hinsicht als komplexe, organisatorische Informationsnetzwerke präsentieren; also spezifisch geformte Netzwerke, die präzise definierte Zielgruppen, dazugehörige Datenmengen und bestimmte Kommunikationsabläufe umfassen. Einfach formuliert: Wer muss bei Veranstaltungen wann und wie worüber Bescheid wissen. Und wer wird von wem wie kontaktiert.
Je nach Größe und Umfang einer Veranstaltung kann der für einen erfolgreichen Ablauf einer Veranstaltung nötige administrative und organisatorische Aufwand dazu exponentiell steigen – in Zeiten von Corona, Home Office und Social Distancing umso mehr.

Die semantische Lösung

Semantische Lösungen können die damit verbundenen Aufgaben durch ihre funktionalen Charakteristika und systemischen Vorteile unterstützen und erleichtern: im Speziellen durch die ihnen inhärente Relationslogik. Diese ermöglicht eine adäquate Erfassung, Darstellung und Übersicht der betreffenden Netzwerke: also im Falle von Veranstaltungen Netzwerke personeller, informeller und kommunikativer Art. Und noch mehr: Indem diese einzelnen Netzwerke durch die autarken Bezugsmechanismen von Semantik aus ihren separaten und isolierten Datencontainer enthoben werden, lassen sich die einzelnen Netzwerke wiederum logisch weiter verknüpfen; nämlich miteinander zu einer großen systemisch transparenten Veranstaltungseinheit. Dies klingt sehr technisch, meint aber schlicht folgendes: Die einzelnen Teilaufgaben einer Veranstaltung, für die herkömmlich getrennt verlaufende Softwarelösungen genutzt werden mussten, können dank semantischer Mechanismen mit nur einer Applikation vollkommen abgedeckt werden. Und in der Tat kann dies – neben Planung, Information und Kommunikation – sogar noch um funktionale Aspekte wie Event-Reporting, unterstützte Mehrsprachigkeit oder intelligente Ressourcen-Steuerung erweitert werden … um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Das semantische Fazit

Spezifische Strukturen, Prozesse und Informationen lassen sich aufgrund des vernetzten Charakters von Veranstaltungen also semantisch in ihrer Gesamtheit schnell erfassen, punktgenau abbilden und für die praktische Anwendung nutzen. Frei nach dem Motto: Stell dir vor, es gibt eine Veranstaltung und alle sind da. Wie das? Weil dank Semantik jeder Bescheid weiß. Und dass die Programmierung einer solchen semantischen Applikation dank des AL!SE-Frameworks äußerst schnell und einfach umzusetzen ist, haben die Praktikanten bei twinformatics letztes Jahr auch äußerst eindrucksvoll bewiesen. Könnt ihr gerne bei unseren geschätzten Kollegen nachlesen: https://www.twinformatics.at/newsroom/tatkraeftige-praktikanten-2020/.

No Responses

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.